Wie viel Geld solltest du mit 30 gespart haben?
Der Standard-Richtwert sagt: Mit 30 solltest du ein Jahresgehalt über alle Konten hinweg gespart haben — Altersvorsorge, Investments und Bargeld zusammen. Du verdienst 60.000 €? Ziel sind 60.000 € gespart. Der Realitätscheck: Der mediane US-Haushalt unter 35 hat 5.400 $ an Ersparnissen und rund 18.880 $ in Altersvorsorgekonten, der typische 30-Jährige liegt also deutlich darunter. Hier steht, was der Richtwert wirklich bedeutet und wie die Aufholrechnung funktioniert.
Der 1×-Richtwert, aufgeschlüsselt
Fidelitys Leitlinie — ein Jahresgehalt mit 30, auf dem Weg zum Zehnfachen mit 67 — zählt alles: Altersvorsorgekonten inklusive Arbeitgeberzuschuss, Depot und Sparkonten. Sie setzt voraus, dass du ab 25 rund 15 % deines Einkommens gespart hast. Diesen Start verpasst? Das Vielfache ist kein Urteil, sondern eine Steigung — mit 30 zählt deine Sparquote, denn du hast noch über 35 Jahre Zinseszins vor dir (die Mathematik dazu im Zinseszinsrechner).
Hinweis: Der Richtwert stammt aus den USA und bezieht sich auf 401(k) und IRA. In Deutschland entsprechen dem betriebliche Altersvorsorge, Riester und ein eigener ETF-Sparplan — die Vielfachen des Jahresgehalts übertragen sich, die Kontotypen nicht.
Wo 30-Jährige tatsächlich stehen
| Größe | Typisch (Median, unter 35, USA) | Richtwert mit 30 |
|---|---|---|
| Bargeld-Ersparnisse | 5.400 $ | 3–6 Monatsausgaben (Rechner) |
| Altersvorsorgekonten | ~18.880 $ | Der Großteil des 1×-Vielfachen |
| Gesamt gegenüber Gehalt | deutlich unter 0,5× | 1× |
Vollständige Tabellen nach Alter: durchschnittliche Ersparnisse nach Alter.
Zurück mit 30? Die Aufholrechnung
Angenommen, du verdienst 60.000 € und hast 15.000 € gespart — eine Lücke von 45.000 €. Sie bis 35 zu schließen (um das Doppelte mit 35 zu erreichen … eine Gesamtlücke von 105.000 €) erfordert rund 1.400 €/Monat; allein 1× bis 33 zu erreichen erfordert etwa 1.200 €/Monat. Steil — weshalb die Lösung selten „streng dich mehr an" heißt und meist „finde das Leck". Drei Schritte, in dieser Reihenfolge:
- Finde deine echte Zahl. Erfasse einen vollständigen Monat. Die meisten entdecken 140–370 €/Monat an vergessenen Abos, Impulskäufen und Lifestyle-Inflation, die sich mit jeder Gehaltserhöhung eingeschlichen hat. Mach das Erfassen reibungslos, sonst übersteht es den Monat nicht — Spracherfassung und automatischer Apple-Pay-Import in Lumi existieren genau dafür.
- Automatisiere die Umleitung. Was der Monat offenlegt, wird zum automatischen Dauerauftrag am Zahltag — zuerst dich selbst bezahlen, bevor die Ausgaben passieren.
- Steigere mit dem Einkommen. Bei jeder Gehaltserhöhung: die Hälfte in die Sparquote, die Hälfte ins Leben. Diese eine Regel macht aus 1× mit 33 schmerzfrei das Dreifache mit 40.
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Download Free on App StoreFAQ
Zählt der Arbeitgeberzuschuss zur Altersvorsorge mit? Ja — das Vielfache umfasst alle Vorsorgeguthaben, Arbeitgeberbeiträge eingeschlossen.
Sind 50.000 € gespart mit 30 gut? Das ist rund das Zehnfache des Medians deiner Altersgruppe. Gegenüber dem Richtwert hängt es vom Gehalt ab: Bei 50.000 € Einkommen bist du exakt im Ziel, bei 100.000 € auf halbem Weg.
Sollte das 1× Bargeld oder investiert sein? Überwiegend investiert. Halte 3–6 Monatsausgaben liquide als Notgroschen; den Rest in bar zu parken verschenkt den Zinseszins, der die späteren Vielfachen überhaupt erreichbar macht.
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